Dialoggruppe 2: “Schulen & Integration: Was kann Deine Schule tun!?”
Wir haben uns überlegt, gleich zwei Projekte anzugehen:

1. Ein Migrationslotsen Programm:

Der Austausch zwischen und das Miteinander von Kulturen, der wechselseitige Dialog und Lernprozesse werden als Interkultur verstanden. Migrantenkulturen umfassen die soziokulturellen Ausdrucksformen und kollektiven Identitäten, die sich in den unterschiedlichen Milieus der Migranten entwickelt haben und sich durch neue Erfahrungen und den Austausch mit dem Aufnahmekontext weiterentwickeln. Dafür haben wir ein Tutoren-Konzept entwickelt, um Migrantenkindern neueMöglichkeiten zu eröffnen. Die Idee ist, ehrenamtliche Tutoren aus Schule, Universität oder mit Hilfe von Jugendzentren (ab 14 Jahren) ausfindig zu machen, die dann Migrantenkinder einmal in der Woche betreuen. Auch die jeweiligen Kinder müssen mit Hilfe von Migrantenorganisationen bestimmt werden. Unter die Betreuung fallen in erster Linie für uns: Spielnachmittage, gemeinsame Ausflüge in Museen, Bibliotheken, Kino, Zoo, Konzerte, Theater, Parks sowie religiöse Orte und Stadtbummel.
Diverse Migrantenorganisationen und die Stadt Essen wurden schon angeschrieben und die ersten Treffen laufen sukzessive an.

2. Kulturelle Projekttage

“Der Fremde entsteht, wenn in mir das Bewusstsein meiner Differenz auftaucht, und er hört auf zu bestehen, wenn wir uns alle als Fremde erkennen.” So fordert Julia Kristeva in ihrem berühmten Text “Fremde sind wir uns selbst” von 1988 auf durch gegenseitiges Verständnis für verschiedene Kulturen, Lebenswelten, Wertvorstellungen, Traditionen und religiöse Anschauungen einen respektvollen Umgang zu schaffen.

In unterschiedlichen Klassen und unterschiedlichen Schulformen sollen insgesamt 4-5 Projekttage stattfinden. Dafür können Unterrichtsfächer wie Ethik, Religion oder der Deutschunterricht genutzt werden. Für einen bevorstehenden Unterrichtstag wird eine oder mehrere Kulturen (oder Religion) ausgesucht. Der Lehrer teilt die Klasse in Gruppen auf, die jeweils themenbezogen das Wissen über die ausgesuchte Kultur etc. selbständig erarbeiten und an einem bestimmten Tag der Klasse –möglichst interaktiv- nahebringen. Dabei ist der Phantasie der Schüler nicht unbedingt Grenzen gesetzt, denn Ausflüge, Gäste als Experten, Sportaktivitäten etc. sollen als Möglichkeit in Frage kommen.


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